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Ich heute früh

Und wenn wir uns von all den Erwartungen der anderen wahrhaftig befreit haben
und wenn wir auch alle Erwartungen und Ansprüche, die wir an uns selbst hatten, vollständig losgelassen haben, was dann?

Zunächst ein leicht bitterer Geschmack: wozu haben wir das getan? All die Kompromisse und kleinen Abweichungen von unserem eigentlichen Kern. Die Gesichtszüge frieren für einen Moment ein, die Stirn verdunkelt sich, ein kurzer Moment der Wut oder ist es eher nur Verwunderung? Dann folgt sogleich das Verständnis, Mitgefühl für uns selbst, denn es ist die Traurigkeit die Einsamkeit, das Wissen, dass wir diese Einsamkeit nicht spüren wollen, dass wir lieber immer wieder mehr dabei sein wollen als ganz zu uns zu stehen.

Doch wir erahnen jetzt auch das Große dahinter. Es fehlen nur noch ein paar Millimeter. Kurzes Zögern, doch die Sehnsucht ist größer als die Angst.

Einmal durch die Traurigkeit, das ist zu schaffen. Ausatmen, ja, ausatmen hilft.

Und dann, dann kommt es uns entgegen in seiner ganzen Schönheit, seiner Anmut, seinem Licht, seiner Umarmung. Es hat nur gewartet, gewartet auf uns, unseren Mut, es kann uns nur entgegenkommen, nicht bis ganz zu uns ran. Die Entscheidung können nur wir treffen. Dieses eine Stück gehen wir alleine, immer wieder. Die Wegbegleiter können uns nah heran bringen und das Große streckt uns die Hand entgegen. Doch den einen Schritt, den müssen wir gehen! Einmal durch den Schmerz und das Ungewisse hindurch.

Es ist zu schaffen und es lohnt sich.

Nicht wahr?

Jumana spielt Theater

Nachdem meine Kinder mit „The art of arriving“ und „Still out there“ so viel Freude am Theater spielen hatten, habe ich mich in dieser Spielzeit auch bei einer Theaterwerkstatt der „Jungen Akteure“ des Theater Bremen angemeldet. „I am“ – ein Mehrgenerationenstück, in dem es im weitesten Sinne um das Frau sein geht, sprach mich sehr an und ich war über viele Wochen hinweg Teil dieses Projektes. Die wöchentlichen Proben mit Christina Schahabi und Selin Portele haben mir sehr viel Freude bereitet und ich hätte nicht gedacht, dass das gemeinsame Entwickeln des Stückes und das Spielen von Szenen so viel mit Selbsterfahrung zu tun hat. Während der Zeit mit acht weiteren Frauen und zwei jungen Männern habe ich sehr viel über mich und meine Konditionierung als Frau erkannt. Viele der Elemente haben mich sehr berührt. In meinem Inneren hat das Proben neue Entwicklungsprozesse angestoßen und bereits laufende Prozesse begleitet. Insgesamt fühle ich mich nach der Erfahrung weiblicher und lasse meine Haare seit einer Weile lang wachsen.
Auch die Erfahrung, wie anders es sich in einer Verkleidung spielen lässt, hat mich sehr fasziniert.
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Da ich leider bei den entscheidenen Intensivproben verhindert war, werde ich nun in der nächsten Woche nicht mit auf der Bühne stehen wenn das Stück zur Aufführung kommt. Dennoch fühle ich mich als Teil von „I am“.

Allen BremerInnen möchte ich die drei Termine ans Herz legen. Ich werde auf jeden Fall bei der Premiere am 28.6. im Publikum dabei sein und freue mich den einen oder die andere (womit wir voll im Gender-Thema wären 🙂 )dort zu treffen.

Mehr Informationen gibt es hier:

Von „Tomorrow“, Kartoffeln und Ackeryoga

Alles begann mit dem Film „Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“.

Mit einigen Freunden schauten wir ihn im März an. Anschließend diskutierten wir über diesen wahrhaft inspirierenden Film, der zu Anfang kurz die Dramatik der Lage der Welt zusammenfasst und im weiteren Verlauf eine Vielzahl von Lösungen aufzeigt, um den globalen ökologischen Kollaps aufzuhalten. Er präsentiert neue Wege in den Bereichen Landwirtschaft, Energie, Wirtschaft, Demokratie und Bildung.

Zu sehen, wie viele Menschen sich auf so vielen Gebieten nicht nur konstruktive Gedanken machen, sondern tatsächlich bereits handeln und welche positive Wirkung diese Aktivität hat, bewegte uns sehr.

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Energie – Atmen

Ich atme. Natürlich atme ich. Wie wir alle.

Ich atme bewusst. Ein und aus. Nur darauf konzentriert. Wenn ich bewusst atme, dann bringe ich Ruhe in mein System, komme in Kontakt mit mir selbst, die äußeren Stimmen verstummen. Stille. Meditation. Wenn ich noch etwas vernehme, dann meine innere Stimme.

Ich atme verbunden. Ich rutsche noch tiefer in mich hinein. Bin gleichzeitig verbunden mit dem Energiestrom, der mich dabei packt. Das Leben, das mir zeigt, wo es mit mir hin will. Der Sauerstoff, der jede einzelne Zelle meines Körpers mit neuer Lebensenergie/Prana/Chi durchströmt, zu wissen scheint, wo genau eine Blockade sitzt, selbst wenn ich sie selbst noch nicht als Schmerz gespürt habe.

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Jesus als Vorbild?!

Sich trotz des Verrats eines Freundes und Weggefährten nicht verraten zu fühlen.
Sich nicht verlassen zu fühlen auch wenn kein Mensch bei Dir ist.
Sich selbst und den eigenen Werten, dem eigenen Weg treu bleiben.
Für das eigene Leben die volle Verantwortung übernehmen und niemanden beschuldigen.
Immer wieder zweifeln und doch auf das Göttliche in sich vertrauen.
Sich trotz der allerwidrigsten äußeren Umstände im innersten Kern frei wissen und absolut bedingungslos in der Liebe und liebend bleiben.
Und schließlich: bereit sein, ein altes Ich sterben zu lassen, um verändert weiterzugehen.

Dafür steht Jesus für mich als Symbol und Vorbild.

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Ein Abend mit Hagen Rether

Ich könnte Euch davon erzählen wie konzentriert ich bei dem fast 4 (!!) stündigen Programm von Hagen Rether gestern Abend war, um bloß alle seine Gedankengänge mitzubekommen, wie fasziniert von seinen für mich „neuen“ Themen und Denkanstößen (z.B. Prostitution und Gewalt an Frauen), wie dankbar für seine Klarheit in Sachen veganer Ernährung, wie oft mir das Lachen im Halse stecken blieb, wie genial und geführt er den Wechsel zwischen Humor und „Leute, so können wir einfach nicht weitermachen“ in seinem Programm hinbekommt, so dass wir uns immer wieder erholen konnten von den Fakten.

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333 Unterschriften oder „von präsidialen Visionen“

Manchmal wünsche ich mir so sehr, die Welt so schnell wie möglich zu einem besseren Ort zu machen, dass ich denke ich müsste dazu mehr Macht haben.
In solch einem Moment ist meine Bewerbung zur Bundespräsidentin entstanden.
Ich habe darin meine Vision einer Gesellschaft entwickelt, in der ich gerne leben möchte.

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World´s biggest eye contact experiment: Bremen

Als Daniel Ewers mich vor einigen Wochen anrief und mir vom „world´s biggest eye contact experiment“ erzählte, war ich sogleich Feuer und Flamme. Genau mein Ding!
Menschen intensiv begegnen ist ja quasi meine Lieblingsbeschäftigung  – sowohl privat als  auch beruflich.
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Vegan in St.Peter Ording

In St.Peter Ording kommt man vegan ganz gut durch. ;-)) Diesen Film haben übrigens unsere Kinder geschnitten. Sie haben sich das selbst beigebracht. Ich bin beeindruckt. 🙂
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Artgerecht ist nur die Freiheit

Ein Abend mit Hilal Sezgin…

…und was für ein Abend das war! Mir sitzt auch heute, am Tag danach, noch die Konfliktgeladene Energie der Diskussionsrunde in den Knochen.

Der Abend begann ganz friedlich. Nachdem ich die Tierrechtlerin und Autorin des Buches „Artgerecht ist nur die Freiheit“ Hilal am Bahnhof abgeholt hatte, haben wir vor der Veranstaltung noch einen kleinen (veganen) Happen gegessen. Obwohl wir uns bis zu diesem Zeitpunkt nur via Telefon und Internet kannten, waren wir gleich vertraut miteinander. Zu wissen, dass wir gemeinsam in veganer Mission für die Tiere unterwegs sind, ist sicherlich eine der Gründe für unsere Verbundenheit.
Die Diskussionsrunde selbst fand im „Forum Kirche“ in Bremen statt. Neben Hilal waren zwei Biolandwirtinnen (Ada Fischer und Elisabeth Böse) auf dem Podium – moderiert wurde die Veranstaltung von Ottmar Willi Weber.
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